Susanne Kühn. FLASH

In unsteten Zeiten wie diesen ist Kunst wichtiger denn je, auch wenn eine ihrer wohl vornehmsten Eigenschaften, nämlich die Menschen wortwörtlich zusammenzubringen, zur Zeit ihr größtes Problem darstellt. Als Galerie ist es uns wichtig, trotz allem auch unser Ausstellungsprogramm weiterzuführen und Sie, auf welchem Weg auch immer dies möglich ist, mit dem zu erfreuen, für das wir brennen.

Wir freuen uns daher sehr, dass die Malerin Susanne Kühn mit der Ausstellung 'FLASH', ihrer dritten Einzelausstellung in der Galerie, ihre neusten Arbeiten erstmals bei uns in Düsseldorf zeigt, bevor später im Frühjahr in einer Ausstellung im Kunstmuseum Celle zu sehen sein werden.

Die Ausstellung präsentiert die momentan neun Gemälde der Serie 'Flash Realism', mit der Kühn direkt auf die Pandemie und ihre Auswirkungen auf unser Leben, aber auch auf ihr künstlerisches Schaffen, reagiert und in denen sie ganz bewusst ein Neudenken ihrer bisherigen künstlerischen Strategie und Praxis gesucht hat. Tatsächlich haben die von Kühn bescheiden als 'sketches' (Skizzen) bezeichneten neuen Malereien zunächst wenig gemein mit den groß angelegten und komplexen Bildwelten, die über das letzte Jahrzehnt hinaus ihr Werk bestimmten. Anstelle der dichten Synthese aus kunstgeschichtlicher Herleitung, popkulturellen Referenzen und der ganzen Dimension der persönlichen Erlebniswelt, ausgeführt auf höchstem Niveau handwerklichen Könnens, tritt in den neuen „Skizzen“ eine ganz leichte, an manchen Stellen flüchtige Malerei. Wie Kühn es sagt, ging es ihr um eine dezidiert „uninformierte Malweise“, das Transportieren des unmittelbaren Moments.

Kühn zeigt in den Arbeiten ihre nahe Umgebung: ihr Atelier, Orte ihres Zuhauses, Zimmer von Familienangehörigen… der Radius des persönlichen Erlebens ist zusammengeschnurrt auf die alltägliche, unmittelbare Umgebung. Es sind menschenleere Orte, was auch neu ist für ihr Werk. Die Präsenz des anderen, der menschliche Kontakt, wird nur angedeutet durch die Displays der elektronischen Geräte, die in dieser Hinsicht so wichtig geworden sind im letzten Jahr, oder persönliche Gegenstände, die so scheinen,als seien sie gerade noch benutzt wor...

Die Ausstellung präsentiert die momentan neun Gemälde der Serie 'Flash Realism', mit der Kühn direkt auf die Pandemie und ihre Auswirkungen auf unser Leben, aber auch auf ihr künstlerisches Schaffen, reagiert und in denen sie ganz bewusst ein Neudenken ihrer bisherigen künstlerischen Strategie und Praxis gesucht hat. Tatsächlich haben die von Kühn bescheiden als 'sketches' (Skizzen) bezeichneten neuen Malereien zunächst wenig gemein mit den groß angelegten und komplexen Bildwelten, die über das letzte Jahrzehnt hinaus ihr Werk bestimmten. Anstelle der dichten Synthese aus kunstgeschichtlicher Herleitung, popkulturellen Referenzen und der ganzen Dimension der persönlichen Erlebniswelt, ausgeführt auf höchstem Niveau handwerklichen Könnens, tritt in den neuen „Skizzen“ eine ganz leichte, an manchen Stellen flüchtige Malerei. Wie Kühn es sagt, ging es ihr um eine dezidiert „uninformierte Malweise“, das Transportieren des unmittelbaren Moments.

Kühn zeigt in den Arbeiten ihre nahe Umgebung: ihr Atelier, Orte ihres Zuhauses, Zimmer von Familienangehörigen… der Radius des persönlichen Erlebens ist zusammengeschnurrt auf die alltägliche, unmittelbare Umgebung. Es sind menschenleere Orte, was auch neu ist für ihr Werk. Die Präsenz des anderen, der menschliche Kontakt, wird nur angedeutet durch die Displays der elektronischen Geräte, die in dieser Hinsicht so wichtig geworden sind im letzten Jahr, oder persönliche Gegenstände, die so scheinen, als seien sie gerade noch benutzt worden.

Man kennt die Szenen, die Kühn in ihren unaufgeregten Bildern zeigt, die Nebensächlichkeiten des Alltags. Und doch greift ihre direkte, farbintensive Malerei den Betrachter direkt an. Ein Lichtstrahl im Treppenhaus, eine Untertasse auf der Tischdecke, ein Bücherregal, das sich im Dunkel verliert – all das wird plötzlich zum Ereignis, weil Kühn malt, als sähe sie all dies zum ersten Mal.

Vielleicht ist es sogar so?

Susanne Kühn hat ihre bisherige künstlerische Praxis nicht an den Nagel gehängt, vielmehr hinterfragt sie, ob und wie Künstler*innen in Zeiten einer massiven Krise arbeiten und reagieren können.. Mit der Idee des 'Flash Realism', eines unmittelbaren Realismus, greift sie darüber hinaus auf eine Malweise zurück, die sie ganz zu Beginn ihrer Karriere verfolgte. Kein großer Bruch also, sondern eher so etwas wie das verknüpfen loser Enden. Kühn selbst ist gespannt, wie sich ihr künstlerisches Schaffen in den nächsten Jahren entwickeln wird. Wir dürfen es auch sein.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Text von Susanne Kühn zu ihrer neuen Serie.

Ein „Virtual Visit“ der Ausstellung über unsere Webseite ist in Kürze möglich.

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