1920 |
Herbert Beck wird am 29. Januar in Leipzig geboren, als Sohn von Hermann Beck (Juwelier) und Hildegard Eifler |
1936 - 1939 |
Lehre als Goldschmied; nimmt Zeichenunterricht bei Professor Max Schwimmers an der Kunstgewerbeschule für Graphik und Design |
1940 - 1945 |
Wehrdienst in Russland (Musikkorps); erste freie Zeichnungen und Aquarelle; er schreibt Gedichte |
1948 |
flieht aus Leipzig und lässt sich in Süddeutschland am Tegernsee in einem Haus mit Atelier nieder und macht die Malerei zu seinem Hauptberuf; verbringt von nun an regelmäßige Perioden in Italien |
1949 |
heiratet Gisela Werthschitzky, mit der er zwei Töchter und einen Sohn bekommt |
1952 |
erste Einzelausstellung in der bekannten Galerie Commeter in Hamburg, die so bedeutende Künstler wie Emil Nolde oder auch den Nachlass von Edvard Munch vertritt. In dieser Galerie trifft er Emil Nolde, dessen Aquarelltechnik ihn fasziniert; durch seinen künstlerischen Einfluss wird Beck regelrecht „besessen“ von Aquarellen und entwickelt seinen eigenen unverkennbaren Stil |
1953 - 1960 |
Beck arbeitet an Themen wie “Selbst mit Atompilz”, “Katyn-Auschwitz“ und „Das brennende Dorf“ |
1958 - 1965 |
trifft sich regelmäßig mit einem Kreis von Sammlern im Haus von Meta Gadesmann, Rottach-Egern, wo er die Bekanntschaft der Kunsthändlerin und Sammlerin Hanna Bekker vom Rath macht. Sie unterstützt seine Karriere als Maler und nimmt viele seiner Werke in ihre wichtige Sammlung Deutscher Expressionisten auf |
1959 |
arbeitet Beck an einer Reihe von Aquarellen, die er „expressive Landschaften“ nennt |
1966 - 1984 |
Becks Ölgemälde unterscheiden sich von seinen Aquarellen und zwei separate Werkkomplexe entstehen. Seine Aquarelle sind viel ernster, expressiver und spontaner in Komposition und Pinselführung |
1974 |
Atelier in Laigueglia, Italien, wo er pro Jahr mehrere Monate verbringt. Die südländische Landschaft beeinflusst seine Themen und Beck malt Kompositionen mit Pinien oder Zypressen und dem Meer |
1979 |
Beck schafft seine ersten „Miniaturen“, kleinformatige Arbeiten, die durch eine ähnliche Methode des Zufalls wie die der Surrealisten entstehen |
1984 |
Beck wird durch viele Jahre des Einatmens von Terpentindünsten während der Arbeit an seinen Ölgemälden ernsthaft krank. Er kann ein gesamtes Jahr lang nicht malen |
1985 |
nach seiner Genesung gibt er die Ölmalerei auf und konzentriert sich auf die Malerei mit Aquarellfarben |
1988 - 1989 |
Ingrid und Leonard Hutton besuchen sein Atelier am Tegernsee und organisieren eine Einzelausstellung in den berühmten Hutton Galleries New York (Katalog) |
1992 |
arbeitet Beck an einer Gruppe von Aquarellen, die er „Eigene Welten“ nennt (eigene Welten – erfundene Landschaften) |
1996 |
das Kunstmuseum Ahlen ehrt Beck mit einer Retrospektive (Katalog) |
1997 |
arbeitet Beck an einer Gruppe von Aquarellen, die er “meditative Landschaften” nennt (Landschaften mit einem weiten Horizont) |
2000 |
arbeitet Beck an einer Gruppe von Aquarellen, die er “Gesichter der Welt” (faces of the world) nennt; bis heute entstanden über hundert solcher “Köpfe und Gesichter”, die die Vielfältigkeit und Individualität menschlichen Lebens widerspiegeln |